Chemnitzer Frauen gründeten am 19. August 1992 den Verein zur beruflichen Förderung von Frauen in Sachsen e.V. - VbFF. Sie wollten der sachsenweit zunehmenden Arbeitslosigkeit von Frauen durch Eigeninitiative begegnen, indem sie anspruchsvolle Projekte initiieren, Träger lokaler Selbstinitiativen sind und Existenzgründerinnen beratend und fördernd zur Seite stehen. Der VbFF Sachsen e.V. ist in 6 Regionalstellen und weiteren Nebenstellen landesweit präsent. Gegenwärtig arbeiten in über 75 Projekten mehr als 520 überwiegend langzeitarbeitslose Frauen und Männer. Die Projekte sind in folgenden Bereichen angesiedelt: • Dienstleistungen • Kinder- und Jugendarbeit • Umwelt • Regional- und Sozialstudien, • Arbeit mit Behinderten • Fremdenverkehr • Kultur- und Traditionspflege Um die Entwicklung in der Region Südraum Leipzig weiterhin im Positiven voranzutreiben, werden für verschiedene Auftraggeber Projekte durchgeführt, die in das regionale Planungs- und Handlungs- konzept einfließen. Folgende Studien, Situationsberichte und Befragungen wurden seit 1993 durchgeführt: • Frauensituationsbericht Teil l 1990 - 1996 • Frauensituationsbericht Teil ll 1993 - 1996 • Studie zum Verbleib von TeilnehmerInnen an Fort- bildungs- und Umschulungsmaßnahmen (FuU) im Arbeitsamt Leipzig 1996 • Gaststätten- und Hotelverzeichnis 1998 • Organisation, Durchführung und Auswertung einer Meinungsforschung zur Völkerschlacht bei Leipzig • Sozialkatalog des Landkreises Leipziger Land 2000 • Studie zu Traditionen, traditionellen Handwerk und Brauchtum im Leipziger Südraum, sowie Möglich- keiten zur Wiederbelebung • Arbeitsmarkt und Sozialraumanalyse für die Große Kreisstadt Borna unter dem Aspekt des Gender Mainstreaming 2003 • Möglichkeiten der Gestaltung rekultivierter Tage- bauflächen und angrenzender Areale zu einer abwechslungsreichen, natürlichen Landschaft, unter dem Gesichtspunkt der Schaffung von Arbeitsplätzen • und anderes Mädchen entscheiden sich bei der Berufswahl noch immer bevorzugt für reine „Frauenberufe". Um eine entsprechende Berufsorientierung zu erreichen, müssen sie über ein breites Berufsspektrum informiert und auf die künftige Berufs- und Arbeitswelt vorbereitet werden. Mit diesem Projekt wenden wir uns an Mädchen ab der 7. Klasse um Ihre Berufswahl auf zukunftsorientierte Arbeits- bereiche zu lenken und ihnen bewusst zu machen, dass sie geschlechtsspezifischen Rollenzuweisungen entgegen wirken können. Wir organisieren Vorstellungen von gewerblich-technischen, handwerklichen sowie IT- und Medienberufen in Unternehmen und Einrichtungen. Durch persönliche Kontakte bauen die Projektmitarbeiter- Innen ein enges Verhältnis zu den Mädchen und ihren Eltern auf. Mit der Einbeziehung der Eltern in die Projektarbeit soll die Sensibilisierung für die zukunftsorientierte und selbstständige Berufs- und Lebensplanung ihrer Töchter erreicht werden. Das Netz von Kooperationspartnern wird erweitert und ständig gepflegt; dazu zählen Ausbildungsbetrieb- und -einrichtungen, SchulleiterInnen, Arbeitsamt, Regionalschulamt, Industrie- und Handwerkskammer, Handwerkskammer und die Stadt Leipzig. Der „Botanischer Garten für Arznei- und Gewürzpflanzen - Das grüne Klassenzimmer” und der BioRohstofflehrgarten für nachwachsende Rohstoffe Der botanische Garten für Arznei- und Gewürzpflanzen liegt in der Gemeinde Großpösna bei Leipzig und existiert seit 1936. Er wurde von Leipziger Drogisten zur Vermittlung von praktischem Wissen über Arznei- und Gewürzpflanzen angelegt. In der Zeit von 1948 bis 2002 wurde das Areal als Botanischer Garten für Arznei- und Gewürzpflanzen durch die Stadt Leipzig genutzt. In dem Objekt befinden sich mehr als 400 Pflanzen. Es ist eine parkartige Anlage mit botanischen Besonderheiten, mit Heilpflanzen der Schul- und Volksmedizin angelegt nach der Systematik von Heeger, mit Heilpflanzen der Homöopatie, Giftpflanzen und einheimischer Auwaldflora. Ergänzt wird das Angebot durch einen Kleintierzoo, einer Todholzhecke, durch Objekte des Weidenbaus und einem Feuchtbiotop. Im Jahr 2002 übernahm der Verein zur beruflichen Förderung von Frauen in Sachsen e. V. die Trägerschaft für das über 2 ha großes Areal. Der VbFF Sachsen e.V. unterzeichnete einen un- befristeten Unterpachtvertrag mit der Stadt Leipzig, die Eigentümer des Grund und Bodens ist. Unsere Aufgaben sind: • die Erhaltung des Gartens für Arznei- und Gewürzpflanzen als Lehrgarten und wissenschaftliche Einrichtung • Austausch von Saatgut mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen • Vermittlung von Kenntnissen und Traditionen der Heilpflanzennutzung • Fachliche Beratung • Thematische Führungen nach Absprache Im Jahr 2003 begann unser Verein ein EU-Pilotprojekt zum Thema nachwachsende Rohstoffe. Auf einer zusätzlich angemieteten Fläche unmittelbar neben dem Botanischen Garten für Arznei- und Gewürzpflanzen entstand ein BioRohstoff-Lehrgarten für nachwachsende Rohstoffe. Die Projektidee • eine unabhängige Einrichtung, die gleichermaßen von Schulen, von den Jugendlichen und deren Eltern, aber auch von Wirtschaftsunternehmen genutzt werden kann. Ziele des Projektes • Mädchen und Jungen ein breites Berufswahlspektrum näher zu bringen; insbesondere IT- und Medien- berufe • Mädchen und Jungen aktivieren, sich im Berufsfindungsprozess über die konkreten Anforderungen der Berufe zu informieren, um die eigenen Orientierungen zu überprüfen • Mädchen und Jungen eine bewusste Berufswahlentscheidung zu ermöglichen, die für eine zukunftsorientierte Berufswegplanung notwendig ist Was bieten wir? • Praxisorientierte Beratung und Vermittlung von berufsrelevanten In- formationen • Organisation und Durchführung von Exkursionen in Unternehmen und Einrichtungen, die Berufsvorstellungen ermöglichen • Vorstellen der Ausbildungsberufe durch Ausbilder und Gesprächs- runden mit Auszubildenen vor Ort • Vermittlung von Ausbildungs-/Arbeitsplätzen, speziell im IT- und Medienbereich durch die angeschlossene private Arbeitsvermittlung des VbFF-Sachsen e.V. Im gegenwärtigen Projektzeitraum werden gemeinsam mit dem Tourismusverein Leipziger Land e. V. jährlich vier Veranstaltungskalender für das Leipziger Neuseenland erstellt. Von Montag bis Freitag in der Zeit von 08.00 bis 18.00 Uhr öffnet der "Freizeittreff Wehlitz" im Schkeuditzer Ortsteil Wehlitz für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 23 Jahren seine "Tore". In mühevoller Arbeit haben unsere Projektfrauen mit Unterstützung ansässiger Firmen und freiwilliger Helfer ein ehe- maliges Feuerwehrgebäude zu einem offenen Freizeittreff um- gestaltet. Hier können die Kinder ihre Freizeit individuell gestalten und/ oder die Angebote der BetreuerInnen nutzen. Der "Freizeittreff Wehlitz" ist zu einem bekannten und beliebten Schülerfreizeit- treff geworden, denn hier können Fahrräder repariert werden, man kann Musik hören, Kochen und Backen lernen, Geschenke herstellen, sich in der Seiden- und Porzellanmalerei erproben, die Hausaufgaben erledigen, sich am Computer üben, Hilfe für die Anfertigung von Bewerbungsunterlagen erhalten oder einfach auch die Seele baumeln lassen. Im Freizeittreff wollen wir die Kreativität der Kinder und Jugendlichen sowie wie ihr kommunikatives Ver- halten fördern, ihnen Entspannung und Bildung bieten, mit ihnen reden und ihnen zuhören. Besonderen Wert legen unsere MitarbeiterInnen auf die soziale Integration der aus den verschiedenen Gründen zu sozialen Randgruppen gehörenden jungen Leute. In zunehmenden Maße sind vor allem diese Kinder und Jugendlichen mit Problemen konfrontiert, die sie alleine nicht lösen können und mit den sie oft auch im Elternhaus allein gelassen werden. Deshalb suchen Jugendliche aller Altersgruppen immer häufiger den Rat zu solchen Problemen wie Drogenkonsum, Alkoholismus, Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit, dem Wirken okkulter Sekten oder zu Pro- blemen in der Schule und Elternhaus. Das Projekt wird von der Stadt Schkeuditz und der Bundesagentur für Arbeit unterstützt. Mit diesem Projekt bieten wir an Leipziger Grund-, Mittel- und Förderschulen Schülerinnen und Schülern zwischen 8 und 15 Jahren ein niveauvolle Freizeitgestaltung. Vierzehn Schulen nutzen bereits unser Angebot. Unser wichtigstes Anliegen ist die altersspezifische, individuelle und kreative Selbstbestätigung der Kinder und Jugendlichen an den unterrichtsfreien Nachmittagen. Wir geben ihnen die Möglichkeit sinnvoller Frei- zeitgestaltung unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern. Dabei entwickeln wir gemeinsam mit ihnen interessante Freizeitprogramme und neue Projektideen. Großen Zuspruch finden derzeit die thematischen Nachmittage: • Basteln mit Naturmaterialien • Seidenmalerei • Fertigen von Handpuppen • Reliefmalerei • Perlenstickerei (Modeschmuck) • Spiele am PC • Sportspiele Auch bei der Organisation von Projekttagen an den Schulen, bei Klassenveranstaltungen, bei Schul- und Wohngebietsfesten stehen unsere MitarbeiterInnen den Schülerinnen und Lehr- kräften mit Rat und Tat zur Seite. Die MitarbeiterInnen des Projekten leisten einen wichtigen und von den Schulleitern sehr geschätzten Beitrag, die Gewalt- bereitschaft und die Hinwendung zu Drogen unter den Jugend- lichen zu mindern. Berufsorientierung für Jugendliche Kinder- und Jugendarbeit im Freizeitbereich Umweltprojekte im Botanischen Garten Großpösna Projekte und Studien im Südraum Leipzig Projekte „Behinderte für Behinderte” in Wermsdorf VbFF Sachsen e.V. Regionalstelle Wermsdorf Ansprechpartnerin: Frau Lehmann Schloss Hubertusburg Gebäude 72 04779 Wermsdorf Telefon 03 43 64-5 15 58 Fax 03 43 64-5 15 58 www.vbff-wermsdorf.de vbff-wermsdorf@t-online.de VbFF Sachsen e.V. Geschäftsstelle Chemnitz Geschäftsführerin: Frau Bräunlich Elsasser Straße 7 · 09120 Chemnitz Telefon 0371- 5 60 51 80 · Fax 0371- 5 60 51 86 www.vbff-sachsen.de · chemnitz@vbff-sachsen.de VbFF Sachsen e.V. Regionalstelle Leipzig Hauptstraße 308 04416 Markkleeberg/Gaschwitz Telefon 03 42 99-7 55 80/81 Fax 03 42 99-7 55 83 www.vbff-leipzig.de vbff-leipzig@t-online.de